Am Ende Afrikas?!

Wir sind in Kapstadt angekommen. Gestern war der Tafelberg in Wolken gehüllt aber heute haben wir Glück. Besser kann das Wetter nicht sein und so machen wir uns nach dem Frühstück auf den Weg den Tafelberg zu erklimmen. Oder zumindest einen Teil davon.

Der Tafelberg

Der Tafelberg

Wir hatten gehofft es gibt eine Straße bis zum Top aber dem ist leider nicht so. Es gibt zwei Möglichkeiten. Seilbahn oder Laufen. Da selbst in der Nebensaison noch Busladungen von Touristen vor der Seilbahn ausgekippt werden und wir keine Lusthaben 1 Stunde in der Schlange zu stehen nur um dann im Tross auf den Tafelberg befördert zu werden entscheiden wir uns fürs Laufen. Und der Weg ist richtig schön, denn wir sind ganz allein. Kein Wunder, dass die meisten Touristen die Seilbahn bevorzugen denn der Weg ist steil. Glücklicherweise hat Simone in irgendeinem Reiseführer gelesen, dass es oben auf dem Tafelberg immer recht kühl sein soll. Deshalb schleppen wir jetzt bei 27 Grad in der prallen Sonne nicht nur uns den Berg hoch sondern haben auch noch Pullover und Jacken dabei. Vielen Dank an den Schreiberling.

Die Beschilderung des Pfades ist nicht die Beste. Irgendwann folgen wir nur noch gelben Klecksen die auf dem Boden sind und vermuten dass diese den Pfad markieren sollen.

Unser Plätzchen

Unser Plätzchen

Jetzt geht es noch steiler Berghoch und aus der Wanderung wird eine Klettertour. Toll in leichten Sommerschuhen, in der einen Hand die Kamera, der anderen die Wasserflasche, den Pullover und die Jacke um die Hüfte. Und kein bisschen Schatten. Nicht gerade ideale Vorraussetzungen für eine Kletterpartie. Und dann kommt ein Schild: Achtung Gefahr! Benutzung der Leitern, Seile und Ketten auf eigene Gefahr. Ab hier nur noch für sehr erfahrene Kletterer da es sehr steil bergauf geht und der Weg schwer zu erkennen ist.

Na toll. Noch steiler?! Wir sind vielleicht 80 Meter unterhalb der Spitze. Aufgeben?! Wir gucken an uns herunter und überlegen kurz. Simone treibt es zwar weiter nach oben aber am Ende kann ich mich durchsetzen. Was soll oben schon besser werden?! Hier haben wir ein ganz einsames Plätzchen mit einem herrlichen Blick über Kapstadt. Oben trampeln sie die Massen vermutlich gegenseitig über die Füsse und von stille keine Spur. Daher rasten wir lieber hier auf unserem einsamen Felsen, genießen die Ruhe und die Aussicht über das Kapstadt und das Meer bevor wir wieder absteigen um uns auf den Weg zum Kap der guten Hoffnung zu machen.

Eigentlich eignet sich Südafrika super zum Beobachten von Walen. Es gibt sogar einen Ort in dem sie so nah an die Küste heran kommen, dass man sie gemütlich vom Straßenkaffee aus beobachten kann. Und sie kommen zu Hunderten, wenn nicht Tausenden. Leider beginnt die Saison erst ab Juni/Juli, so dass wir sie vermutlich knapp verpassen werden. Genauso erging es uns in Australien. Jetzt waren wir in den beiden Ländern die bei der Walbeobachtung ganz vorn stehen ohne einen Wal zu sehen.  Zur Sicherheit halten wir trotzdem unsere Augen auf während wir an der Küste entlang fahren. Es kann ja sein, dass sich einer verirrt und schon früher kommt. Und tatsächlich. Plötzlich fährt eine riesige Fontäne aus dem Wasser. Wir suchen uns schnell einen Parkplatz und warten. Da, nochmal. click here Sollten wir doch noch einen Wal aus nächster Nähe sehen. Wir warten weiter. Aber nichts. Der Gute scheint wieder weggetaucht zu sein. Schade. Aber so haben wir einen Grund noch einmal nach Südafrika zu kommen.

Pinguine am Strand

Pinguine am Strand

Auf unserem Weg zum Kap der guten Hoffnung kommen wir durch Simons Town in dem es eine riesige Pinguin Kolonie gibt. Somit hat Simone neben dem Namen des Städtchens noch einen weiteren Grund hier anzuhalten. Wir wollen auch für Simon noch ein Foto machen, wenn schon eine Stadt nach ihm benannt ist und suchen ein geeignetes Schild. Direkt in der Polizeiwache hält ein. Davor ist ein Behindertenparkplatz, da stoppe ich kurz und lasse Simone aus dem Auto steigen um schnell das Foto zu machen. Auch wenn ich nicht glaube, dass in dieser Minute jemand de Parkplatz benötigt bleibe ich lieber im Auto sitzen – für den Fall der Fälle. Ich stehe keine 30 Sekunden, da klopft es schon an der Scheibe. Ein Polizist. „Haben Sie körperliche Einschränkungen?!“ „Ähm, nein, ich warte nur kurz bis Simone das Foto geschossen hat“ „Auf falschen Parken stehen 1.000 Rand Strafe“ Von meinem Einwand, dass ich gar nicht parke sondern nur halte ist er nicht wirklich begeistert. Zum Glück ist Simone schon fertig und wir kommen noch mal ohne Strafe davon. Das wäre sonst unser teuerstes Foto aller Zeiten geworden.

Südlichster Zipfel?!

Südlichster Zipfel?!

Nach den Pinguinen kommen wir am Kap der guten Hoffnung an und glaubten dem Schild, dass wir uns hier ma südlichsten Punkt des afrikanischen Kontinents befinden. Leider hat Simone auch im Internet gelesen und, auch wenn von den meisten Menschen angekommen, ist das Kap der guten Hoffnung gar nicht der südlichste Punkt sondern ein unbekanntes Fleckchen namens Kap Agulhas.

Egal. Uns gefällt es hier trotzdem sehr gut und wir sind wieder einmal froh in der Nebensaison unterwegs zu sein, so dass wir die meisten Orte ganz für uns allein haben.

 

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Der Tafelberg

Der Tafelberg

Pinguine am Strand

Pinguine am Strand

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Südlichster Zipfel?!

Südlichster Zipfel?!

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