Simones Wunschliste

Auf unser morgendlichen Safari haben wir diesmal einen Löwen durch den Busch verfolgt. Ich bin immer wieder erstaunt durch welches Dickicht und Terrain der Land Rover seinen Weg findet. Es war ein ausgewachsener Löwe

Dem Löwen auf der Spur

Dem Löwen auf der Spur

der sich durch unsere Anwesenheit überhaupt nicht hat beeindrucken lassen sondern stur seinen Weg gegangen ist. Hin und wieder hat er angehalten und geschnüffelt. Der Guide meint er sei einer Löwin auf der Spur. Die anderen Sichtungen erspare ich an dieser Stelle und springe direkt weiter zur Walking Safari die wir nach dem Frühstück gemacht haben, denn dort waren wir auch einer Löwin auf der Spur.

Im Sand haben wir recht frische Spuren entdeckt. Die Fährte eine Löwin können wir mittlerweile selbst entdecken. Das Lesen der Fährten macht richtig Spaß. Anspannung liegt in der Luft. Aber die Löwin finden wir nicht – zum Glück. Trotzdem hatten wir wieder schöne viele Erlebnisse mit kleineren Tieren und haben viel über die ganzen Zusammenhänge des Wildnis gelernt. Es ist beeindruckend wenn man sieht wie nah alles miteinander verzahnt ist und – obwohl es auf den ersten Blick nicht so erscheint – wie sehr sich die Tiere gegeneinander helfen.

Raufbolde

Raufbolde

Als ein Beispiel sei der Elefant erwähnt, der auf der einen Seite wahllos Bäume niederwalzt nur weil er es kann. Das sieht nach purer Zerstörung aus. Aber durch den umgefallenen Baum kommen kleine Tiere an die Blätter in der Krone heran. Und nachdem der Baum kahl gefressen wurde wird er langsam vom Gras überwuchert und es finden diverse verschiedene kleinere Arten darin Deckung und bauen sich ihre Unterkünfte. Da der Elefant zwar den ganzen Tag frisst (zwischen 100-200 KG… zum Glücken haben wir nur einen Hund) aber das meiste unverdaut wieder ausscheidet ist sein Dung der perfekte Dünger für den Boden, so dass sich der Busch durch die Elefanten gerade zu erneuern kann.

Die ganzen Informationen lesen sich zu Hause vermutlich recht langweilig. Aber wenn man das hier erfährt, mit den Tieren vor Augen und im Fußabdruck eines Elefanten steht sieht das ganz anders aus.

Neue Lodge

Neue Lodge

Obwohl es uns hier gut gefällt steht heute ein Wechsel der Lodge an. Einerseits freuen wir uns aber andererseits hat es uns hier so gut gefallen, dass wir ein bisschen Angst haben wo wir jetzt landen. Aber wir sollen nicht enttäusch werden. Im Gegenteil. Obwohl die neue Lodge nur eine Stunde entfernt ist liegt sie in einer total anderen Landschaft. Wesentlich abwechslungsreicher als die Vorherige. Auch das Gelände der Lodge ist – mal wieder – ein Traum. Jeder wohnt in seinem eigenen Häuschen und das Hauptgebäude ist direkt an einem Flussbett gebaut das teilweise ausgetrocknet ist und so durch die Kontraste zwischen Grün, Wasser, Felsen und Sand unbeschreiblich aussieht.

Zudem kommen immer wieder Tiere vorbei die in den verbleibenden Pfützen nach Wasser suchen. Simone und ich plädieren dafür das Ziel für den nächsten Familien-Urlaub nach Afrika zu verlegen.

Es ist einfach unbeschreiblich. Und von allen Ländern die wir besuchen durften beeindruckt dies in der Gesamtheit am meisten. Kaum haben wir unseren Lunch gehabt starten wir zur Sundowner Safari.

Vorher hat ein Ranger für Interessierte noch ein paar Infos über Wildhunde erzählt. Eine vom Aussterben bedrohte Tierart die wir bisher noch nicht gesehen haben. Als wir aufs Auto steigen fragt uns der Guide was wir denn gern sehen möchten. Ich wünsche mir die seltenen Wildhunde und Simone sich noch mal einen Leoparden. Beides sehr seltene Sichtungen.

Rudel Wildhunde

Rudel Wildhunde

Die Fahrt geht los. Und ob ihr es glaubt oder nicht, wir landen direkt in einem großen Rudel Wildhunde. Ist das zu fassen?! Wir haben reichlich Zeit sie ganz in Ruhe aus der Nähe zu betrachten und Simone kann ihre Fotos schießen.

Diesmal hat der Fahrer einen Knopf im Ohr, so dass wir die Funksprüche nicht mithören können aber er sagte es gebe etwas, dass er uns zeigen möchte. Sei jedoch sehr weit weg von daher werde er versuchen zügig dahin zu fahren. Zügig heißt auf den Wegen um die 30 km/h. Die Landschaft ist sagenhaft. Wir passieren ein sandiges Flussbett und drin stehen 4-5 Giraffen. Der Fahrer hält nur kurz an für ein Foto und meint „ich hab gerade keine Zeit um für Giraffen zu halten.

Ich bin auf einer Mission.“ Was für eine Mission verrät er uns nicht. Ich bin gespannt. Wenn die Ranger so ein Geheimnis daraus machen handelt es sich meist um etwas besonderes wie Löwen. Dann verlässt er den Weg und der Land Rover bahnt sich wieder seinen eigenen Weg durch den Busch. Zuerst sehen wir ein anderes Safari Auto. Alle Gäste schauen wie gebannt in eine Richtung und wir… erkennen nichts. Was ist denn da? Er fährt uns noch ein bisschen näher heran, dann können wir es erkennen.

Ein Leopard. Nicht am Boden. Nein, er sitzt im Baum. Simones Wunschbild hat sich tatsächlich erfüllt. Und nicht nur das, denn der Leopard sitzt nicht allein im Baum sondern hat sich seine Beute mit hochgenommen. Eine Gazelle an der er genüsslich knabbert.

Simones Wunschbild

Simones Wunschbild

Man kann ihn richtig schmatzen hören. Als er erstmal genug hat beginnt er sich gründlichst die Pfoten zu lecken bevor er einen Ast tiefer klettert und es sich gemütlich macht. Nun hängt sogar sein Schwanz vom Baum. Es ist genau das Bild wie man sich einen Leoparden vorstellt. Und genau das wovon Simone geträumt hat. Unterhalb des Baumes im ausgetrockneten Flussbett schleichen schon ein paar Hyänen herum und hoffen später etwas von den Resten der Gazelle abzubekommen aber im Moment macht der Leopard noch keine Anstalten als sei er bereit zu teilen. Eine sagenhafte Szene. Es fällt uns schwer vom Leoparden loszureissen aber auch er soll erstmal ein bisschen Ruhe bekommen. Vor unserem Sundowner Drink halten wir nochmal an einem Wasserloch. In der Mitte steht wieder ein Nilpferd das Simone ganz in ihren Bahn zieht und sie gleich drauf loslegt fleissig zu fotografieren. Das eigentliche Highlight übersieht sie glatt.

Also nehme ich ihr mal kurz dir Kamera ab und fotografiere in die andere Richtung. „Was machst Du denn da? Siehst Du es nicht? Das Hippo liegt doch im See…“ Aber dann verschlägt es ihr auch schon die Sprache, denn direkt neben unserem Auto liegen vier männliche Löwen und genießen die Abendsonne am Wasser. Was für eine Szene. Vier Löwen am Wasserloch und mittendrin ein Nilpferd.

Das Nilpferd macht diesmal allerdings keine Show sondern steht ganz ruhig da. Vermutlich sind die Löwen daran nicht ganz unschuldig. Beim gemütlichen Sundowner Drink gibt der Guide noch ein paar Stories zum Besten.

Kann man schon mal übersehen

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Kürzlich hatte er ein junges Paar auf Flitterwochen und das Mädel musste während der Sundowner Pause mal kurz in den Busch verschwinden. Ihr Mann ist gleich mitgegangen. Plötzlich gibt es ein lautes Geräusch. Zuerst kommt der Mann rausgerannt und schreit „Löwe, Löwe, Löwe“ und springt ins Auto. Kurze Zeit später kommt die Frau mit den Hosen in den Kniekehlen wie ein Frosch voller Panik hinterher gehüpft.Der Rest der Gruppe ist darüber natürlich sehr amüsiert, denn es war nicht das Gebrüll eines Löwen sondern nur der Brumftschrei einer Gazelle. Nicht nur, dass sie in einer „unglücklichen“ Stellung aus dem Busch gehüpft kam hat ihr Mann sie auch noch allein mit den „Löwen“ gelassen. Ein toller Start in die Flitterwochen. Für den Rest der Tour waren die beiden etwas Wortkarg.

Wir machen uns im Dunkeln zurück zur Lodge und haben ein weiteres Highlight auf dem Weg denn plötzlich wackelt der Tracker (der Guide, der vorn auf dem Sitz an der Motorhaube sitzt) kurz mit seiner Lampe, in Sekundenbruchteilen stoppt der Fahrer das Auto und alle Lichter sind erloschen. Es wird nur noch geflüstert. Was hat er wohl jetzt entdeckt. Kurz scheint er noch mal drauf. Ein Leopard. Ins Gras gekauert. Der Leopard fixiert eine Herde Gazellen die nicht weit von ihm steht. Durch das Licht hat das Männchen den Leoparden scheinbar entdeckt und gibt einen Warnruf von sich und treibt seine Herde zusammen. Der Leopard wechselt die Position und verschwindet im Busch. Wir mit dem Auto hinterher. Es dauert eine Zeit, aber dann finden wir ihn. Er hat sich wieder in der Nähe der Gazellen positioniert. Es ist noch ein relativ junger Leopard. So gern Simone und ich noch etwas gewartet hätten um zu sehen was wohl passiert fährt unser Guide weiter. Er meint es wäre nicht gut die Szene weiter zu beleuchten, da durch das Licht einer der beiden Parteien einen unfairen Vorteil erhält. Entweder werden die Gazellen geblendet und werden so zum leichten Opfer. Leuchten wir den Leoparden an wir dieser entdeckt und kommt so um sein Abendessen. Verständlicher Weise fahren wir also zur Lodge mit unglaublichen Eindrücken und mit einem sagenhaften Himmel, denn über uns glühen die Sterne und weit am Horizont erhellen mächtige Blitze den Himmel.

Der erste Mann

Der erste Mann

Zur Sicherheit hatten wir unsere Pongos unterwegs angezogen und als wir in die Lodge kommen ist der Boden auch voller Pfützen, aber wir haben eine glückliche Route gewählt und nicht einen Tropfen abbekommen. Dies alles liest sich vom fernen Deutschland vermutlich etwas langweilig, aber hier vor Ort sind wir von all dem stark beeindruckt, nie hätten wir erwartet so etwas live mitverfolgen zu können. Und obwohl wir schon so viele Game-Drives hatten sind wir doch immer wieder gespannt was es diesmal zu sehen gibt wenn wir uns auf den Land Rover schwingen.

Morgen gehts weiter.

 

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Kann man schon mal übersehen

Kann man schon mal übersehen

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Simones Wunschbild

Simones Wunschbild

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Der erste Mann

Der erste Mann

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Rudel Wildhunde

Rudel Wildhunde

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Neue Lodge

Neue Lodge

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Dem Löwen auf der Spur

Dem Löwen auf der Spur

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Raufbolde

Raufbolde

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