Stadtbummel durch Saigon

Heute wollten wir Saigon erkunden. Unser Hotel bot einen kostenlosen Shuttelservice zum Stadtkern an, den wir gerne in Anspruch nahmen. Voll gefressen von Frühstücksbuffett und noch ein bisschen träge verließen wir um 11.00 Uhr das Hotel. DSC03419Unser erster Stopp war das Hauptpostamt. Ein sehr imposantes Gebäude, das während der französischen Kolonialzeit entstand. Kaum hatte ich mich umgedreht, wurde André auch schon von zwei Jungs interviewt. Zum Abschluß brachten sie ihm noch frohes Neues Jahr auf vietnamesisch bei, dann war er entlassen.

Gegenüber des Postamts stand der Notre Dam, rein gehen konnte man aber erst wieder ab 15.00. die machten gerade Mittagspause. Ja, gibt’s denn sowas. Wir liefen also weiter am Wiedervereingungspalast vorbei und wollten uns als nächstes das Kriegsopfermuseum anschauen.

 

 

 

Ein Rikschafahrer, der auf potenzielle Kunden hoffte erzählte André, das das Museum gerade Mittagspause hat. Doch so ganz nahm er es ihm nicht ab, Mittagspause, wo gibt’s denn sowas. Wir liefen also weiter und mussten fest stellen, das es wegen Pause erst wieder um 13.30 Uhr aufmachte.

DSC03442Unterwegs hängte ein Straßenverkäufer André seine Tragekörbe über die Schulter, ich meinte gleich, bleib mal so stehen, ich mach mal ein Foto. Aber André wollte die Körbe schnell wieder los werden und meinte der will nur wieder Geld. Man meint es kaum, aber das war ein ganz schönes Gewicht, was der immer so mit sich rumtragen muß. Wir wollten uns aus dem Staub machen, aber ehe wir es uns versahen, hatte er, tock tock eine Kokosnuss aufgeklopft und dann auch noch ne zweite. André guckte mich grimmig an, ich hab’s Dir doch gesagt. Na ja, wir kauften sie ihm dann halt ab, für einen Preis der ungefähr das 2 fache teurer war, als üblich. War jetzt aber auch nicht die Welt.

Das Museum berichtete über die Kriegsverbrechen im Vietnam Krieg. Es war sehr interessant, auch wenn die Berichte nur eine Seite beleuchteten. Früher hieß das Museum auch Museum für Amerikanische Kriegsverbrechen und genauso ist es auch, es werden halt click here nur die amerikanischen Kriegsverbrechen, nicht aber die des Vietcongs beleuchtet.

Auf dem Museumsgelände stehen zunächst etliche Panzer und Helikopter, geht man weiter sieht man Folterwerkzeuge, wie die Tiegerkäfige, die für menschliche Gefangene genutzt wurden und eine Guillotine. Das Gebäude ist in drei Etagen aufgeteilt.

Alter Panzer

Kriegsgerät aus dem Vietnamkrieg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im obersten Stock wird über die Entstehung des Vietnamkrieges berichtet. Als nächstes erfährt man etwas über die eingesetzten Waffen, welche Menschen und Natur zerstörten. Die giftigen Chemikalien riefen auch noch viele Jahre später Spätzeitfolgen hervor, wie Mißbildungen. Außerdem wurde über das Massaka von My Lai berichten, bei dem fast ein ganzes Dorf Zivilisten ausgelöscht wurde und den daraus resultierenden Wiederstand der Ausländischen Bevölkerung. Es hingen diverse Antikriegsplakate und Bilder von Proteste und Demonstationen die in vielen Ländern statt fanden.

Nachdem wir mit allem durch waren, machten wir noch einen Schlenker zur Oper und der City Hall, um dann wieder zum Hotel zurück zu laufen. Wir passierten den Ben Than Market, dieser Markt findet bis 18.00 Uhr in einem Gebäude statt, nach 18.00 Uhr räumen die Händler ihre Sachen nach draußen und der Verkauf geht bis Mitternacht auf der Straße weiter.

Gegenüber des Flower Market, gab es etliche Reisebüros. Hier fragten wir nach Bustickets für unseren nächsten geplanten Stopp Nha Trang. Aber egal, wo wir auch nach fragten, alle Busse waren voll. Teilweise gab es erst wieder Tickets in ca. 1 Woche für die Strecke.

Das kam daher das am 19.02. das Tet-Fest beginnt, das Neu-Jahrsfest, was eines der wichtigsten Feiertage in Vietnam ist und alle Vietnamesen wollen an diesen Tagen, bei der Familie sein, ähnlich wie bei uns Weihnachten.

So, für uns natürlich nicht so gut. Kurzentschlossen entschieden wir uns einen Bus nach Mui Ne zu nehmen, was ungefähr die Hälfte, der Strecke ist, um von dort aus irgendwie weiter zu kommen.

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Blick auf Saigon aus unserem Fenster